Das Gesetz der Omertà ist heilig.
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Phantasien, wenn ich Dich mal wieder vermisse...

Ich sehe uns umgeben von einem weiten Blau.. nur schwer kann man die Grenze zwischen Ozean und Himmel ausmachen.. der Wind umschmeichelt sacht unsere Haut.. unter meinen Füßen spüre ich das leicht rauhe Holz der Planken, meine Hand ertastet die glatte Oberfläche der Reling.. die Sonne wärmt meine Haut.. und trotz - oder gerade wegen? - dieser Stille, die meine Sinne schärft, tritt das alles in den Hintergrund, als Du auf mich zukommst. Mit jedem Schritt, den Du Dich näherst, werde ich mir bewusster, dass ich bin.. durch Dich und mit Dir. Mein Blick wandert langsam über Deinen Körper, versucht jedes noch so kleine Detail aufzunehmen, festzuhalten, abzuspeichern.. ich warte auf eine Aktion von Dir und weiß im selben Moment bereits, dass meine Reaktion nur eine sein wird.. nur eine sein kann.. Dein Lächeln - Wissen. Deine Augen - Aufforderung. Deine Haltung - Verheißung.

Ich bewege mich auf Dich zu.. automatisch.. ungesteuert.. natürlich.. angezogen.. Mein Mund wird trocken, als sich meine Hände heben und Dich - endlich - berühren.. Meine Augen finden Deine, versinken in ihnen und versuchen wie immer diese faszinierende Mischung aus braun und grün zu ergründen.. nehmen aber weder das weiße Piano noch den menschenleeren Saal wahr.. einzig die Musik gibt uns einen Rhythmus vor - den wir nutzen, um unseren ureigenen Tanz zu beginnen.. Ich weiß, was kommen wird.. Du weißt es.. Es ist unausweichlich.. Und doch bleibt die Zeit einen Moment stehen, als Deine Hand sich fester auf meinen nackten Rücken legt.. als Du Dich zu mir beugst.. einen winzigen Augenblick vor meinen Lippen verharrst..

Dein Kuss ist Wärme.. Wärme, die sich unwillkürlich in Hitze wandeln wird.. eine Sache, die wir beide bereits spüren.. doch erstmal ist da dieses Erkunden, Herantasten.. Es ist Sanftheit, die in ihren Tiefen bereits die Vorboten der Leidenschaft in sich birgt.. Es ist das schüchterne Kennenlernen, dem allzubald die Hände folgen werden. Hände, die streicheln, spüren und erspürt werden wollen.. Es sind Zungen, die einander umkreisen, belauern, die unseren Rhythmus weitertragen und verfolgen, ihn abwandeln und bald fordernder werden lassen.. Es sind Lippen, die empfinden, Feuer entfachen und doch nur von Liebe zeugen..

Du hebst mich auf Deine Arme und ich kann Deine Stärke spüren.. weiß, dass nun endgültig alles andere zweitrangig ist.. Ich spüre das Spiel Deiner Muskeln, als Du Dich mit mir bewegst, als Du mich zum Bett trägst.. für einen kurzen Augenblick lässt Du mich los und die Wirklichkeit hat uns in Dein altes Zimmer versetzt.. Obwohl ich Dich.. uns kenne, ist da das Gefühl des Neuen, des Überraschenden, der Routine-Losigkeit unserer Liebe.. Ich kenne Deinen Körper und kann ihn nun doch wieder neu entdecken.. Kann Dich riechen.. herb, männlich, um den Verstand bringend.. Kann Dich schmecken.. Fühlen.. Hören.. Und sehen. Ich kann sehen, dass es Dir nicht anders ergeht, als Deine Hände meinen Oberkörper erkunden, meine Brüste liebkosen, die Warzen reizen.. Ich höre an unserem Atem, dass es uns nicht kalt lässt, was Du da mit mir tust.. Höre in der Ferne den Glockenschlag von Notre Dame und denke an das Paradies.. Als ich meine Augen schließe, schießen mir Bilder in den Kopf von der verrauchten Kneipe, von anderen Tänzern.. diese Bilder werden begleitet von den sinnlichen Klängen des Tango und den Absätzen auf den Holzbohlen.. und wieder ist da dieses leichte Ziehen in meinem Unterleib, was mich dazu veranlasst, mich an Dich zu schmiegen.. möglichst viel Hautkontakt herzustellen.. Dir möglichst nahe zu sein..

Deine Lippen setzen meine Haut in Flammen.. Ein Gedanke wird lauter und lauter, immer unmöglicher, ihn länger zu ignorieren.. doch noch sind wir nicht soweit.. zuviel vom Körper des anderen blieb noch unbeachtet.. trotz Deines Stöhnens scheinst Du es ähnlich zu sehen und spreizt unter Küssen meine Beine für Dich.. für Deine Finger, die mich ertasten.. die die Hitze steigern.. die meine zarte, empfindliche Haut begrüßen und kein Fleckchen ungestreichelt lassen.. In leisen Wellen steigert sich meine Erregung hin zu einem absoluten Verlangen.. Gebe ich schon Laute von mir? Winde ich mich? Es spielt keine Rolle.. solange Du nur nicht aufhörst..

Als Dein Mund dieses Zentrum meiner Lust erreicht, kann ich nicht mehr anders.. Ich bewege mich Dir entgegen.. Ich will jetzt mehr.. Ich will alles.. Ich will Dich. In Gedanken unscharf denke ich an den Pool und Erdbeeren, auch wenn mir gerade nicht klar ist, was das bedeutet..

Ich spüre Deine Haare zwischen meinen Fingern und weiß, dass ich dort halten will.. dass ich möchte, dass Du mich weiter und weiter bringst.. dass Du aus mir trinkst.. und doch.. hole ich Dich zu mir hoch.. unterbreche ich uns beide in unserem Rausch.. für einen anderen.. intensiveren.. erfüllenderen. Ich sehe Deine Augen.. Deinen Blick, der mir sagt, wie schön ich für Dich bin.. höre es Dich in meinen Gedanken sagen und denke nur daran, dass Du für mich schön bist.. sehe Dich nach Atem schöpfen, sehe bereits die ersten ganz feinen Schweißperlen auf Deiner Stirn, als Du in mich eindringst.. Und weiß mit jeder Faser meines Körpers, dass ich Dich liebe.. Mit diesem Wissen erneuern wir unseren Tanz von vorhin.. fließende Bewegungen.. Mein Blick auf Deinem Rücken im Spiegel an der Decke.. Die Muskeln, die sich abzeichnen.. andere, die ich beim An- und Entspannen spüre.. Dein Kopf über mir, wo für mich unsichtbar die Lippen erneut meine suchen.. Dein Po, der sich in Deinem vorgegebenen Takt bewegt.. Ich spüre Deinen Atem auf mir.. Dein Pulsieren in mir.. und ein letztes Wort ist in meinem bewussten Denken: EINS.

Wie Du siehst, brauche ich keinen David von Michelangelo...

27.5.08 02:01
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


süchtige (27.5.08 19:11)
hui. super.
selbst geschrieben.

http://elizabteh.myblog.de/

ist auch ein super blog.
bewundernswert, dass ihr so schreiben könnt ♥


frau.dakota (27.5.08 21:01)
ja, sie ist selbst geschrieben - daher dankeschön für dein lob. die site werde ich mir gleich mal anschauen.

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